Antihypertensiva: Die Vorteile von Fixkombinationen

Bluthochdruck ist der Risikofaktor Nummer eins für die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen¹. Dennoch unterschätzen viele Hypertoniker die Gefahren,
die von ihrer Erkrankung ausgehen, und vernachlässigen die Medikamenten-Einnahme. Der Internist Prof. Dr. Stephan Orth über die Vorteile von Fixpräparaten für die Adhärenz².

 Prof. Dr. Stephan Orth

„Mehr als die Hälfte der über 50-Jährigen hat einen zu hohen Blutdruck“, sagt Prof. Dr. Stephan Orth. Der Internist und Hypertensiologe leitet in Bad Aibling ein Zentrum für Nieren- und Bluthochdruckerkrankungen. Seine Erfahrung zeigt, dass noch zu viele Hypertoniker ihre Erkrankung nicht ernst genug nehmen – bis dann womöglich unumkehrbare Organ- und Gefäßschäden eintreten.

Erste Adhärenz-Säule: Patientenaufklärung
„Meine Aufgabe als Arzt ist es daher, die Patienten umfassend über ihre Hypertonie aufzuklären“, sagt Orth. Er unterschlägt dabei nicht die schwerwiegenden Folgeerkrankungen, die sich bei unzureichender Therapie-Adhärenz entwickeln können³:

• Atherosklerose („Arterienverkalkung“)
• Herzschwäche, v.a. infolge der Verdickung der linken Herzkammer
• Nierenschäden: Niereninsuffizienz bis hin zum Nierenversagen
• Augenschäden: Gefäßschäden in der Netzhaut
• Schlaganfall

„Der Fokus der Aufklärung sollte aber darauf liegen, was die Patienten gewinnen können, wenn sie ihre Medikamente konsequent einnehmen: ein längeres Leben mit verbesserter Lebensqualität“, so Prof. Orth.

Zweite Adhärenz-Säule: Vereinfachung der Therapie
Jedoch können bei Bluthochdruck-Patienten, die täglich zwei oder gar drei verschiedene Antihypertensiva einnehmen müssen, schnell Sorgen bezüglich einer Übermedikation aufkommen – was sich wiederum negativ auf die Einnahmetreue auswirken kann. Zudem wird bei mehreren Medikamenten durchaus mal eines vergessen. Prof. Stephan Orth: „Besonders für ältere Menschen mit Polypharmazie, die im Tagesverlauf ja mehrere Medikamente nehmen müssen, sind fixe Antihypertensiva-Kombinationen eine große Hilfe: Denn je weniger Tabletten eingenommen werden müssen, desto zuverlässiger werden sie eingenommen.“

Die Vorteile von Fixpräparaten in der Bluthochdruck-Therapie⁴⁺⁵:
• Höhere Therapie-Adhärenz
• Mehr Patientensicherheit
• Vereinfachte medikamentöse Therapie
• Effektivere Blutdrucksenkung als bei einer Monotherapie
• Geringeres Risiko für Folgeerkrankungen

Verbesserte Adhärenz mit Fixkombinationen
Die fixe Kombination aus einem Calciumantagonisten mit einem AT1-Antagonisten oder mit einem ACE-Hemmer habe bei der Blutdrucksenkung besondere Vorteile gezeigt, so Orth. Sein Fazit: „Die durch die Umstellung auf Fixpräparate deutlich erhöhte Therapie-Adhärenz hilft, den Blutdruck dauerhaft effektiver zu senken und so Folgeerkrankungen zu vermeiden oder zumindest hinauszuzögern. Und das wiederum senkt die Gesamtkosten in der Dauertherapie von Bluthochdruck-Patienten.“

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Weitere Informationen
 
 
1 Deutsche Hochdruckliga, Bluthochdruck in Zahlen, 2017; Verfügbar unter https://www.hochdruckliga.de/bluthochdruck-in-zahlen-presse.html, zuletzt aufgerufen in 07/2017
2 Anmerkung: Das Interview wurde im Juli 2017 geführt
3 Internisten im Netz, Auswirkungen von Bluthochdruck; Verfügbar unter http://www.internisten-im-netz.de/de_bluthochdruck-auswirkungen_156.html, zuletzt aufgerufen in 07/2017
4 Silva, P.M., Efficacy of Fixed-Dose Combination Therapy in the Treatment of Patients with Hypertension: Focus on Amlodipine/Valsartan, Clin. Drug Investig. (2010) 30: 625. doi:10.2165/11538440-000000000-00000
5 ESC Pocket Guidelines – Leitlinien für das Management der arteriellen Hypertonie; Verfügbar unter https://www.hochdruckliga.de/bluthochdruck-behandlung-leitlinien.html, zuletzt aufgerufen in 07/2017
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